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12.11.2009

Rechtsanwalt in Bochum

Sie suchen eine Kanzlei mit dem Schwerpunkt Medizinrecht in Bochum? Schauen Sie doch mal hier vorbei:

Rechtsanwaltskanzlei
Zimmer & Bregenhorn-Wendland Work
Wittener Str. 56
44789 Bochum

Kontakt:
0234/708814
mail@med-juris.de

Fachgebiete der Rechtsanwälte aus Bochum:


Ziel der Kanzlei ist die Beratung und Vertretung von Leistungserbringern im Gesundheitswesen bei Rechtsangelegenheiten, die Praxis-/Klinikbetrieb betreffen gegenüber Krankenkassen, Standesorganisationen oder behördlichen Einrichtungen. Des weiteren werden Versicherte und Patienten gegenüber Sozialversicherungsträgern etc. vertreten.

Neben Ärzten, Zahnärzten, Heilmittelerbringern, Versicherten und Patienten vertritt die Kanzlei auch Bundesverbände von Leistungserbringern sowie renommierten Kliniken in Deutschland.

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15.10.2009

Schadensmanagement für Ärzte

Mediziner dürfen sich mehr als 40.000 Mal pro Jahr Vorwürfe aufgrund von Behandlungsfehlern machen lassen, Tendenz steigend. Immer stellt sich die Frage: Kunstfehler, Fahrlässigkeit, Vorsatz oder unschuldig? Für die betroffenen Mediziner können die Auswirkungen eines solchen Schadensfalles gravierend sein. Daher sind detaillierte Kenntnisse über das konkrete Vorgehen sowie überlegtes Handeln außerordentlich wichtig.

Das Werk "Schadensmanagement für Ärzte" richtet sich an all jene Mediziner, die sich mit dieser Thematik konfrontiert sehen. Es wird verständlich und praxisnah erklärt, wie man sich im Schadensfall richtig verhält.

Folgende Themen werden u.a. behandelt:

- Umgang mit Angehörigen
- die außergerichtliche Einigung
- die zivil- und strafrechtliche Auseinandersetzung vor den Gerichten
- die Rolle von Versicherungen
- Ärztekammern und Krankenhäuser

Im Verlauf des Buches sensibilisieren immer wieder Fallbeispiele aus der Praxis gegenüber potentiellen Fehlern und weisen auf Besonderheiten im Verfahren hin. Letztlich wird gezeigt, wie bei Behandlungsfehlern oder Patientenvorwürfen tatsächlich bisher entschieden wurde.

07.09.2009

Psychiatrie haftet für Sprung aus dem Fenster (Suizidversuch)

Eine Psychiatrie verstößt gegen die Sorgfaltspflichten, wenn sie eine Patientin mit Psychose und Suizidgefahr in einem Zimmer ohne Fenstersicherung und Überwachung unterbringt. Bei evtl. Unfällen kann die Krankenkasse die Rückerstattung von Versicherungsleistungen verlangen.

Bei einer Patientin mit einer akut paranoid-halluzinatorischen Psychose konnte Selbstgefährdung nicht ausgeschlossen werden. Wenige Tage nach Entlassung erfolgte eine erneute Aufnahme, da der Zustand sich erneut verschlechtert hatte. Sie wurde in einem Zimmer im ersten Stock untergebracht und sprang kurze Zeit später aus dem Fenster und verletzte sich schwer.

Das Gericht bewertete die Umstände der Wiederaufnahme als Vertoß gegen fachärztliche Regeln. Die Patientin sei bei der Enlassung nicht ausreichend stabil gewesen, zudem müsse bei der diagnostizierten Erkrankung immer mit einem Rest Unberechenbarkeit gerechnet werden. Daher sei es nicht ohne Risiko gewesen, die Patientin in einem ungesicherten Raum unterzubringen. So hätte der Fenstersprung wahrscheinlich verhindert werden können.

16.06.2009

Taxifahrten auf Kosten der Krankenkasse nur nach vorheriger Genehmigung

Eine vorherige Genehmigung der Krankenkasse sowie eine ärztliche Verordnung sind notwendig, um ein Taxi zum Erreichen einer medizinischen Behandlung zu benutzen, so die AG Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins mit Verweis auf ein Urteil des Landessozialgerichtes Berlin-Brankenburg.

Die Krankenkasse eines 77-jährigen weigerte sich, Taxigebühren in Höhe von ca. 2000 € zu zahlen. Der Mann litt unter Wirbelsäulenbeschwerden, eine Bandscheibenverwölbung und einem Bandscheibenvorfall. Von seinem Orthopäden wurde ihm bescheinigt, dass er sich deswegen in dauerhafter ärztlicher Behandlung befinde und aufgrund der Beschwerden nur mit einem Taxi die Praxis aufsuchen könne.

Nach der Ablehnung zog der Mann vor Gericht, wo er betonte, dass die Spezialbehandlung mit einer Massageliege, derer er sich 13 Mal/Woche unterzogen habe, der Krankenkasse die Kosten für eine teure Bandscheibenoperation erspart habe.

Beide Instanzen wiesen die Klage ab. Die Leistung sei vom Kläger in Eigenleistung beschafft worden, ohne eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse vorher zu beantragen und deren Entscheidung abzuwarten.

Auf dem Vordruck fehle außerdem eine korrekte ärztliche Verordnung der Krankenbeförderung und das Schreiben des Orthopäden beziehe sich lediglich auf die Besuche in seiner Praxis. Ohnehin müssten Krankenkassen nur für ärztlich Verordnete Leistungen aufkommen, was aber nicht auf die Massagebehandlung zutreffe.

16.05.2009

Medizinprofessor kann die Leitung einer Klinikabteilung entzogen werden

Wenn zu Anfangs einem Hochschullehrer der medizinischen Fakultät eine Chefarztstelle zugesagt worden war, kann diese widerrufen werden, wenn Benannter dieser Funktion in schwerwiegendem Maße nicht gerecht wird. Der Antrag eines Medizinprofessors auf Berufungszulassung gegen das Urteil, mit dem die Kündigung der Berufungvereinbarung gebilligt worden war, wurde abgelehnt.

Zuvor hatte der Kläger an der Uni Freiburg eine Berufungsvereinbarung abgeschlossen, in der festgelegt war, dass er die Proffessur für Unfallchirurgie und die Leitung gleichlautender Abteilung übernehmen werde, woraufhin er in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit ernannt wurde.

Im Jahr 2000 gab es in oben genannter Abteilung jedoch Vorfälle, die zu einem förmlichen Disziplinarverfahren aufgrund schuldhaft fehlerhafter, medizinischer Behandlung mehrerer Patienten, woraufhin der Kläger vorläufig vom Dienst suspendiert wurde. Anschliessend wurde er wegen vorsätzlicher Körperverletzung in drei Fällen zu einer Geldstrafe verurteilt. Daraufhin kündigte das Land im die Berufungsvereinbarung, mit der ihm die Leitung der Abteilung zugesagt worden war. Die dagegen gerichtete Klage hatte keinen Erfolg.

Der VGH meinte, dass eine solche Vereinbarung zwar trotz veränderter Sach- und Rechtlage berücksichtigt werden muss, allerdings kein absoluter Bestandschutz angenommen werden kann. Das Festhalten an der Vereinbarung sei unzumutbar, da der Kläger seine Funktion durch bewusst pflichtwidrige Weisungen zu Lasten der Patienten an Personal gegeben hatte und erhebilche Straftaten begangen hatte. Maßgeblicher Gesichtspunkt sei die bestmögliche Versorgung der Patienten, nicht das private Interesse des Klägers am Aufrechterhalten seiner Position und den damit verbundenen wirtschaftlichen Vorteilen.

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